Gewohnt professioneller Service, auf dessen hektische Essens-/Müllsammel-/DutyFree-Rituale man aber angesichts solch kurzer Flugzeiten auch gern verzichten kann. Das bei Swiss durchweg - natürlich und aus Laiensicht nur gefühlte - Sicherheitsempfinden wird bei Landungen in Zürich auf der Abend-Piste 28 empfindlich gestört, wenn die Piloten um jeden Preis die Landebahn bereits am Pistenkreuz verlassen und nicht die volle Schleife bis zum Ende der Bahn nehmen wollen. Ich hab's zumindest bislang noch nie anders erlebt: Man muss sich am Vordersitz "wegstemmen" und ist heilfroh, die unangemehme (wenn auch aus luftfahrttechnischer Sicht gewiss nicht sicherheitsbeeinträchtigende) Prozedur am Rande einer Notbremsung überstanden zu haben. Dabei und danach immer das gleiche Bild: Sich verwirrt und eben verunsichert, zum Teil verängstigt anschauende Passagiere, einige leider auch zur Tüte greifend. Muss das sein? Will man damit Kerosin sparen? Oder einfach nur früher Feierabend machen? Andere Airlines jedenfalls rollen die 28 ganz entspannt bis zum Ende durch. Liebe Swiss: Ihr habt ganz sicher die tollsten Piloten, aber vielleicht könntet Ihr denen mal beibringen, dass sie hinter sich nicht Fracht oder Tiere befördern, sondern die Leute, die ihnen ihr Gehalt bezahlen! Merci.