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Erste Hilfe

Millionen Menschen Reisen jährlich mit dem Flugzeug rund um die Welt. Was passiert, wenn es zu Notfällen an Bord kommt? Wie gut sind die Airlines auf Notfälle vorbereitet? Wie werden die Crews geschult? Welche "Erste Hilfe" Ausrüstungen gehören zur Bordausstattung?

AirlineTest hat sich dem Thema angenommen und folgende Airlines um ein Statement gebeten:

Air Berlin, Singapore Airlines, LTU, Cirrus Airlines, KLM, Swiss, United, Qatar, SAS, OLT, Germania, Germanwings, Hapag Lloyd Flug, Lufthansa, Condor, dba, Easyjet, British Airways, Air France, Helvetic, Iberia, TAP, Austrian Airlines, SN Brussels, Intersky, Finnair, Niki, Emirates, Cathay Pacific, Thai Airways, Malaysia Airlines, Garuda Indonesia, Royal Brunei, Philippine Airlines, EVA Air, China Airlines, ANA, Japan Airlines, Qantas und Air New Zealand.

Untenstehend können Sie die Statements der Airlines lesen.

AirlineTest - Anfrage an die wichtigsten Airlines

...Auswertungen  unserer Tests haben ergeben, dass das Gesundheitsbewußtsein der Passagiere deutlich gestiegen ist. Wir möchten uns dem Thema annehmen und Sie höflichst bitten, uns mitzuteilen, in welcher Form Ihre Flotte auf Notfälle vorbereitet ist (zB. First Aid Ausstattung, Defibrillatoren und Ausbildung des Bordpersonals.

LTU International Airlines - Stellungnahme vom 25.10.04

Unsere Vorbereitung auf Notfälle sieht wie folgt aus:
 
Neue Flugbegleiter werden in einer zweitägigen Schulung im Bereich First Aid und im Umgang mit Defibrillatoren ausgebildet - diese Schulung wird jährlich einmal und eintägig in beiden Bereichen wiederholt .
Außerdem wird First Aid bei jeder Vorflugbesprechung (Briefing) thematisiert.
 
Defibrillatoren sind auf unserer gesamten Langstreckenflotte (A330) an Bord verfügbar -  Die  Ausstattung der LTU A320/321-Flotte ist für 2005 geplant.
 
An Bord sind alle Flugzeuge mit einem Doktors-Kit (Notfallkoffer), einem Medi-Kit (Medikamenten- und Erste/Hilfekoffer) und  diversen First-Aid Kits (Verbandskoffern) sowie mit tragbaren Sauerstoffflaschen ausgerüstet.

Pierre de la Motte
stv. Pressesprecher
LTU

Air Berlin - Stellungnahme vom 26.10.04

...es gibt für alle Airlines verbindliche internationale und nationale Standards. Unsere Ausrüstung übertrifft diese bei weitem: z.B. werden alle unsere Flugzeuge mit Defibrillatoren ausgestattet und es steht je ein Medikamentenkoffer zur Verwendung durch  Flugbegleiter und Ärzte (vom elektr. Blutdruckmessgerät über Diabetis Messtäbchen bis hin zu Valium ist alles an Bord).
 
Unsere Ausbildung im Grundkurs dauert zweieinhalb Tage, wobei jeder Kollege vorher den Standard Erste Hilfe Kurs (2x 8 Stunden) absolviert haben muss. Bei unserem Kurs wird dann natürlich auf spezielle Krankheitsbilder an Bord und unsere Ausrüstung eingegangen. Jedes Jahr gibt es eine Wiederholungsschulung in erste Hilfe.   

Dorothea Siegfried
Pressestelle Air Berlin

Cirrus Airlines - Stellungnahme vom 28.10.04

neben der vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung (Feuerlöscher, Schutzhanschuhen, Atemschutzgeräten, Schutzbrillen und Rettungsaxt) befinden sich an Bord unserer LFZ  u.a.:

  • Medical Bag
    Im "Medical Bag" befinden sich Medikamente gegen weniger ernstliche Erkrankungen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Halsschmerzen,..)
  • First Aid Kit
    Im "First Aid Kit" befinden sich Verbandmaterial, ähnlich eines umfangreicheren KFZ-Verbandskasten, sowie einige Medikamente gegen akute Erkrankungen.
    (Aspirin; "Berotec Aerosol" Asthmaspray, "Nitrolingual" Kapseln zum Einnehmen bei Angina pectoris, "Effrotil" kreislaufanregende Tropfen)
  • First Aid Sauerstoff
    Neben den in den jeweiligen LFZ geforderten Sauerstoffanlagen die bei Kabinendruckverlust zum Einsatz kommen befindet sich an Bord aller LFZ "First Aid Oxygen".
    Dies sind tragbare und handliche Sauerstoffanlagen (Flasche und Maske) die insbesondere bei Atembeschwerden Verwendung finden.

 

Defibrillatoren befinden sich bei uns nicht an Bord.

Zu Beginn der Tätigkeit bei uns erhält das Kabinenpersonal im Rahmen ihrer Ausbildung eine zweitägige "First Aid - Schulung".

Neben den allgemeinen "Erste Hilfe" Kenntnissen wird dabei besonders auf die flugphysiologischen Besonderheiten eingegangen.

Später erhält das Personal, neben weiteren Schulungsmaßnahmen, jährlich eine eintägige "Erste Hilfe"-Auffrischungsschulung.
 
Eric Schneider
Senior Marketing Manager
Cirrus Airlines

Malaysia Airlines - Stellungnahme vom 28.10.04

Wir fliegen täglich mit B7777-200 von Frankfurt nach Kuala Lumpur und an drei
Tagen in der Woche auch weiter im Direktflug nach Kuching/Borneo.

An Bord führen wir mit: Defibrillatoren (die regelmäßig überprüft werden -
Batterieladung, etc.), mehrere Sauerstoffflaschen, mehrere Erste Hilfe /
Apothekenkästen (mit einigen wichtigen medizinischen Geräten und
Medikamenten), die von medizinischen Fachkräften bestückt wurden und nach
jeder Benutzung bzw. die abgelaufenen Produkte, was dokumentiert werden
muss, aufgefüllt bzw. ersetzt werden; Adapter/Konverter (für den Stromkreis
an Bord) für Passagiere, die eigene, medizinische Geräte während des Fluges
benutzen müssen; einen klappbaren Rollstuhl, der in den Gängen des
Flugzeuges benutzt werden kann. Bei Transporten von Passagieren, die liegend
transportiert werden müssen, können und werden alle notwendigen
medizinischen Geräte etc. vom begleitenden, medizinischen Personals
mitgeführt.

Jedes Crew-Mitglied wurde in Erster Hilfe, in Benutzung des Defibrillators
(neuestes Modell mit Aktionsanzeigen), und Erkennung von den wichtigsten
Krankheitssymtomen ausgebildet. Diese Kurse werden im Abstand von 15 Monatenwiederholt und in der fliegerischen Personalakte registriert.

Am Boden haben wir in unserem Flughafen-Team ausgebildete Ersthelfer.

Hans-J. Winkel
Station Manager
Malaysia Airlines Frankfurt/Germany

KLM - Stellungnahme vom 28.10.04

KLM has medical kits, first-aid kits   and automatic external defibrillators (AED ' s)  on board of all its intercontinental flights. All European flights are equipped with first-aid kits and will be equipped with AED ' s during the coming year.

KLM crew is trained to give first-aid on board. This includes the use of defibrillators. KLM also has a doctor on call 24 hours a day, to offer medical supervision on board via radio contact with the cockpit crew

Frank Houben
KLM Spokesman

 

United Airlines, SAS, Qatar Airways- Stellungnahme vom 29.10.04

United Airlines: Defibrillatoren in allen Flugzeugen.

Seit Mitte 2001 ist die gesamte Flotte von United Airlines mit Defibrillatoren des Herstellers Hewlett-Packard ausgerüstet. Damit erfüllte United schon damals Vorschriften der U.S. Federation Aviation Administration, die im Mai 2004 wirksam wurden.

Die Defibrillatoren haben sich gut bewährt bei Fällen von Herzproblemen wie Herzinsuffizienz. In Fällen, die nicht mit Defibrillatoren behandelt werden können, kontaktiert die Crew die zentrale United-Flugleitstelle in Chicago. Dort wird sofort eine Verbindung zu Fachärzten hergestellt, um fachliche Ratschläge für die Diagnose und Erstversorgung des betroffenen Passagiers an die Crew weiterzugeben.

Alle Flugzeuge wurden zudem mit neuesten Doctor’s Kits ausgestattet, die ein breites Sortiment von Medikamenten enthalten, darunter auch für Diabetiker, bei Schlaganfällen, gegen Asthma oder Allergien.

Alle Flugbegleiter haben mindestens eine Erste Hilfe Ausbildung, die regelmäßig aufgefrischt wird. Zusätzlich ist auf jedem längeren Flug ein Flugbegleiter dabei, der auch am Defibrillator ausgebildet ist.

Das gleiche gilt im Prinzip auch für die medizinische Ausrüstung an Bord von SAS Scandinavian Airlines und auch von Qatar Airways. Wobei Qatar Airways über einen speziellen Airbus A319 Corporate Jetliner (ACJ) in Langstreckenversion verfügt, der  innerhalb von einer Stunde mit einer hochmodernen medizinischen Einheit ausgerüstet werden kann – für den Transport von schwerkranken Patienten. Dazu müssen lediglich zwei Sitze und das darüber liegende Gepäckfach ausgetauscht werden. Modernste medizinische Überwachungsgeräte erfüllen darin internationale Standards, so dass mit diesem Flugzeug bei Bedarf kranke Passagiere zu einer stationären Behandlung in andere Ländern befördert werden können.

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass Fälle von akuter Erkrankung (Herz/Kreislauf) während des Fluges fast immer darauf zurückzuführen sind, dass diese Passagiere schon in bedenklichem Gesundheitszustand das Flugzeug betreten haben.

Rainer Traser
Claasen Communication, Presse
United Airlines
SAS Scandinavian Airlines
Qatar Airways

Singapore Airlines - Stellungnahme vom 31.10.04

AUSBILDUNG DES BORDPERSONALS

In unserem Flight Crew Trainings Centre wird das Kabinenpersonal einem strengen Sicherheitstraining unterzogen bei dem die Erste Hilfe Ausbildung eine wichtige Rolle spielt. Die vier-Tages Kurse werden von qualifizierten Erste Hilfe Lehrern geleitet und behandeln Themen wie grundsätzliche lebensrettende Massnahmen (e.g. Herz-Kreislauf Wiederbelebung) und Erste Hilfe. Diese Kurse werden mit schriftlichen und praktischen Prüfungen abgeschlossen. An diesen Kursen muss jedes Crew Mitglied einmal jährlich teilnehmen. Zusätzlich werden alle Chief Stewards and Stewardesses im Gebrauch von Defibrillatoren ausgebildet.

Dieses  Kabinen-Sicherheitstraining  wird  von  der  lokalen  Aviation Authority   (CAAS,   the   Civil   Aviation  Authority  of  Singapore) vorgegeben.  Die  Bestimmungen  wiederum  basieren  auf ICAO Standards (International Civil Aviation Organisation).

MEDIZINISCHE AUSSTATTUNG AN BORD
Alle  Flugzeuge  der  Singapore  Airlines  sind  auf  allen Flügen mit folgenden drei Medizinischen Notfall Kits ausgestattet:

Ein Erste Hilfe Set mit  dessen  Inhalt  jedes  Mitglied des Kabinenpersonals einsetzen können muss, ausgerichtet auf kleinere, medizinische Zwischenfälle. Dieses  Set beinhaltet Anti-Diarrhö Tabletten, Panadol, Hals/Rachen Tabletten,  antiseptische  Salben,  Elastoplast,  Wattetupfer  etc. Dieses  Erste  Hilfe  Kit entspricht dem ANO (Air Navigation Order) Standard.

Desweiteren befindet sich  an  Bord  ein  Notfall  Erste  Hilfe  bzw. Überlebens-Kit für ernstere     Zwischenfälle.     Es     beinhaltet    beispielsweise Kompressionsbinden, Geburtszange, Nierenmasken, Gipsschienen etc.   Zusätzlich befindet sich  ein  Ärzte Kit an Bord, dessen Bestandteile normalerweise von Ärzten   benutzt  werden,  wie  zum  Beispiel  Blutdruckmessgeräte, Fieberthermometer,  Einwegspritzen  und Nadeln, ein Einwegskalpell, Augentropfen, Katheter, Nasenspray, sterile Handschuhe, OP-Verband, Urin   Glucose   Teststreifen,   Ventolin   Inhalierer   etc.   Das Kabinenpersonal  ist  in  der  Lage  digitale  Blutmessgeräte sowie Thermometer  einzusetzen.  Darüberhinaus  kann  die Crew, unter der Anleitung  und  Überwachung  des  Singapore  Airlines  Tele-Medical Services, Injektionen verabreichen. (Ebenfalls ANO Standard).

Das   Flugzeug   ist   ausserdem   mit   lebensrettenden  Geräten  wie automatisierten  Defibrillatoren  und  Sauerstoffgeräten ausgestattet. Die   tragbaren  Sauerstoffflaschen  können  sowohl  für  Erste  Hilfe Massnahmen,  aber auch für einen eventuellen Druckabfall in der Kabine benutzt     werden.     Falls     Passagiere     eine     durchgehende Sauerstoffversorgung  benötigen, werden Reserveflaschen die für solche Zwecke  mitgeführt  werden eingesetzt. Auf Antrag werden diese während des gesamten Fluges neben dem Passagier angebracht.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN
Um  möglichen  Gesundheitsrisiken  während einer Flugreise vorzubeugen gibt  Singapore  Airlines  in  ihren Inflight Magazinen sowie Inflight Videos   den  Passagieren  Tipps.  Ausserdem  wird  die  Airline  eine Informationsbrochure   über  'gesundes  Fliegen'  einführen,  die  die Passergiere bereits bei der Buchung erhalten werden.

Auf  bestimmte  Gruppen  von  Passagieren  achtet  Singapore  Airlines besonders.    So    dürfen    werdende    Mütter    nach    der    35. Schwangerschaftswoche  nur  noch  mit  einem ärztlichen Zertifikat das Ihren  guten  Gesundheitszustand  bescheinigt transportiert werden. In den  folgenden  Fällen  ist  eine  Rücksprache  mit den, von Singapore Airlines benannten lokalen Ärzten, verlangt:
Wenn der Zustand eines Passagiers besondere Beachtung notwendig macht Wenn die Zustimmung der Gesundheitsbehörde des Ziellandes verlangt ist Wenn ein Passagier an einer ansteckenden Erkrankung leidet.Ausserdem  müssen Passagiere, die liegend transportiert werden müssen, von einem Arzt oder einer Krankenschwester begleitet werden.

Susanne Harbrecht
Public Relations Assistant
Singapore Airlines

SWISS - Stellungnahme vom 01.11.04

Der SWISS ist eine gründliche Ausbildung der Cabin Attendants sehr wichtig. Daher werden alle Flugbegleiter in Standard Erste Hilfe Kursen, sowie CPR (cardio-pulmonary rescucitation) inkl. Anwendung des Defibrillators ausgebildet. Selbstverständlich wird innerhalb der Kurse auch die Erkennung verschiedener Krankheitsbilder unterrichtet. Jährlich absolvieren alle Flugbegleiter einen medizinischen Auffrischungskurs um ihre Kenntnisse stets auf dem aktuellen Stand zu haben.

Alle SWISS-Flugzeuge sind mit First Aid Kits (Verband und Medizinkoffern), sowie mit tragbaren Sauerstoffflschen ausgerüstet. Die Airbus Flotte verfügt an Bord zusätzlich über Doctor Kits (Notfallkoffer), Defibrillatoren sowie Ambu Beatmungsbeutel.
SWISS plant auch die Avro-Flotte mit Doctor Kits und Defibrillatoren auszustatten.

Elle Steinbrecher
SWISS
Media & Public Relations Officer
Corporate Communications
 

easyJet - Stellungnahme vom 03.11.04

Die Cabin Crews von easyJet sind in erster Hilfe ausgebildet. Einmal jährlich wird das erlernte Wissen, in einem umfangreichen Kurs, noch einmal aufgefrischt und aktualisiert. An Bord befindet sich ein erster Hilfe Kasten. Defibrillatoren sind nicht an Bord. Sie sind nicht vorgeschrieben und erforderlich. Das dichte Streckennetz von easyJet sorgt aber dafür, dass unsere Maschinen innerhalb von 20 Minuten am Boden sein können. Hier ist tatsächliche ärztliche Hilfe dann sichergestellt.

Philippe Vignon
Marketing Direktor von easyjet

Iberia - Stellungnahme vom 04.11.04

Alle Iberia Flugzeuge sind gemäß den "Joint Aviation Regulations" der EU mit einem "First Aid Kit" sowie einem "Medical Kit" ausgerüstet. Beide Kits sind bei Iberia umfangreicher ausgestattet, als es die Richtlinien vorschreiben. Das Erste-Hilfe-Set wird von den Flugbegleitern eingesetzt,  das "Medical Kit" ist nur von medizinischem Fachpersonal mit Genehmigung des Flugkapitäns zu öffnen.

Nach den "JAR" und den Vorschriften der Spanischen Luftfahrtbehörden werden alle Iberia-Flugbegleiter innerhalb Ihrer Ausbildung auch für medizinische Notfälle an Bord entsprechend geschult. In jährlichen Auffrischungskursen werden beispielhaft verschiedene mögliche Notfälle erörtert und die erforderlichen Hilfsmaßnahmen geübt.

Inge Paulus
Marketing/PR Germany & Austria
IBERIA

dba - Stellungnahme vom 08.11.04

...unsere Crews sind gut auf medizinische Vorfälle vorbereitet: Die Flugbegleiter sind ausführlich in erster Hilfe geschult und ein infangreiches Erste-Hilfe-Set ist stets an Bord!

Matthias Andreesen Viegas
Leiter Presse und Kommunikation /
Head of Communications
dba

Austrian Airlines - Stellungnahme vom 08.11.04

anbei die gewünschten Informationen zur Austrian Airlines Group:

Die BORDAPOTHEKE besteht aus mehreren Teilen:

Das Emergency Medical Kit enthält Tabletten Ampullen-Combi-Set Analgetika, Antiallergika, Antiarrhythmika, Antiemetikum, Broncholytikum, Cardio-vasculäre Präparate, Diuretikum, Infusion, Spasmolytika, Steroide, Tranqulilizer, Uterotonikum.

Verschiedene Instrumente wie z.B Blutdruckmeßgeräte, Stethoskop, Beatmungsbeutel, Absaugtheter, Verbandszeug, Geburtenset etc.

Im Erste Hilfe Koffer befindet sich eine Standardausrüstung an Verbandszeug, weiters gibt es noch eine Bordapotheke mit gängigen Medikamenten für plötzlich auftretende Beschwerden (Anti-Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, gegen Übelkeit, Durchfall etc.)

Ausbildung der FlugbegleiterInnen in First Aid:
Alle FlugbegleiterInnen haben einen Basiskurs von 16 Stunden zu absolvieren. Überprüft wird das erworbene Wissen mit einem Multiple Choice System. Zusätzlich folgen jährliche Refresherkurse von 4 Stunden, ebenfalls mit Multiple Choice Überprüfung.
Alle Purser und Seniors werden einerseits in einem 2 Stunden-Kurs im Umgang mit dem Emergency Medical Kit geschult, andererseits erhalten sie vom Roten Kreuz eine Reanimations-Ausbildung mit Defibrillator von 4 h und erhalten nach Absolvierung eine Zertifizierung.

Patricia Strampfer
Public Relations & External Communication - DKK
Austrian Airlines Group
Vienna

 

Air New Zealand - Stellungnahme vom 08.11.04

inflightwellbeingIn-flight Wellbeing

Occasionally a passenger may become ill in-flight. The vast majority of the
problems are minor, and are easily dealt with by the cabin crew.

The following is available should someone require medical assistance on
board:

* A comprehensive doctors' kit which the crew make available to any
medical doctor travelling on the flight

* On-call specialist medical advice available to the crew by radio or
telephone at any time

* Emergency defibrillators which the crew are trained to use in the
very rare event of a passenger having a cardiac arrest.


Guidance is provided in the airlines' in-flight magazine about how to
maximise your personal comfort and wellbeing in-flight, through simple
exercises and sensible eating and drinking.

www.airnz.co.nz/travelinfo/travelsupport/inflight_wellbeing.htm

Jutta Simon
Manager Germany, Switzerland, Austria
Air New Zealand

Qantas - Stellungnahme vom 08.11.04

Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung hatte für QANTAS schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Bereits 1991 führte sie als erste Airline weltweit Defibrillatoren auf Ihren internationalen Flügen ein, 1999 waren diese auch auf Inlandflügen vorhanden.
Ein umfassend ausgerüsteter Arztkoffer mit Medikamenten und medizinischer Ausstattung befindet sich ebenfalls an Bord aller Maschinen. Jedes Crew-Mitglied wird in einem intensiven Trainingsprogramm ausgebildet. Darin wird der sichere Umgang mit dem Defibrillator und der medizinischen Ausrüstung bei einem Herz-Notfall Patienten geübt.
Im Jahr 2000 installierte QANTAS auf all ihren nationalen und internationalen Flügen das System MEDLINK. Dabei hat die Crew die Möglichkeit bei einem medizinischen Notfall während des Fluges einen Arzt zu kontaktieren. Diese direkte ärztliche Beratung ist von nahezu überall auf der ganzen Welt möglich; die Crew kann auf diese Weise je nach Situation und Notfall instruiert werden. Zusätzlich zu den in der Bordzeitung befindlichen Informationen, der QANTAS Internet Seite und der inflight Radio Programme, hat die Fluggesellschaft ein Video über Beinvenenthrombose entwickelt, das auf allen In- und Auslandflügen gezeigt wird. Ausserdem haben die Passagiere die Möglichkeit, sich anhand einer umfangreichen Broschüre zu den Themen „inflight health“, Wohlbefinden an Bord und Risikovorbeugung von Beinvenenthrombosen zu informieren.

QANTAS Airways Limited

Helvetic Airways - Stellungnahme vom 08.11.04

Alle Cabin Crew Members der Helvetic Airways sind nach den europäischen Richtlinien von JAR-OPS geschult. Die Schulungen im erste Hilfe Bereich werden in gesetzlich vorgeschriebenen Abständen wiederholt und stets den neuesten Erkenntnissen angepasst. Die Instruktionen gehen über eine normale Erste Hilfe Ausbildung hinaus. Sie sind an die beschränkten Platzverhältnisse an Bord sowie auf während einer Flugreise häufig auftretende "Krankheitsbilder" angepasst.

Unsere Flugzeuge welche im Kurstreckenbereich eingesetzt werden verfügen über eine Erste Hilfe Ausrüstung welche den gesetzlichen Empfehlungen entspricht. Weiterhin gibt es die Möglichkeit weitere Hilfsmittel für Bedürftige zur Verfügung zu stellen (z.B, Langzeitsauerstoff).  

Thomas Frischknecht
Chief Commercial Officer
Helvetic Airways AG

Finnair - Stellungnahme vom 09.11.04

....hier die gewünschten Informationen zum Thema First Aid-Ausstattung, Defibrillatoren und Ausbildung des Bordpersonals für Notfälle.
 
1. First Aid an Bord
 
Alle Finnair-Maschinen sind ausgestattet mit:
-   medizinischen Sauerstoffgeräten
-   Sortiment der wichtigsten Medikamente
-   Erste-Hilfe-Kasten mit Verbandssachen, Schienen und sonstiger Ausrüstung für Traumapatienten
-   Erste-Hilfe-Koffer für Ärzte
-   Defibrillator auf MD11- und B757-Maschinen
 
2. Ausbildung
 
Das gesamte Bordpersonal der Finnair wird regelmäßig für Notfälle geschult und trainiert. Zusätzlich muss jedes Crew-Mitglied (Kabinenpersonal und Piloten) alljährlich einen Auffrischungskurs von 1-2 Tagen absolvieren, der schwerpunktmäßig Fragen der Sicherheit, Notfälle und Erste Hilfe an Bord behandelt. Der Kurs besteht aus einem theoretischen Teil, praktischen Übungen und Arbeiten sowie schriftlichen Prüfungen.
   
Rita Baldauf
RiBa Press
Finnair

Lufthansa - Stellungnahme vom 10.11.04

Medizinische Versorgung an Bord von Lufthansa

Ausbildung des Bordpersonals
Alle Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter erhalten eine 16-stündige Grundausbildung in Erster Hilfe. Die Schwerpunkte liegen bei der Erkennung des Krankheitsbildes, der Verab-reichung von Medikamenten, dem Gebrauch medizinischer Geräte und der Reanimation. Jeder Flugbegleiter absolviert einmal jährlich eine Nachschulung, die unter anderem fol-gende Erste-Hilfe-Maßnahmen vertieft:

· Lagerungsarten bei verschiedenen Krankheitsbildern
· Atemspende
· Herz-Lungen-Wiederbelebung
· Fremdkörper in der Speiseröhre
· Absaugen mit Absaugpumpe, Ambu Suction Booster, Katheter
· Verbrennungen
· Schock
· Wundversorgung
· Ruhigstellungsmaßnahmen bei Verletzungen des Bewegungsapparates

Medizinische Ausrüstung an Bord
Für die Erstversorgung an Bord stehen drei verschiedene so genannte Medical Kits zur Verfügung:
1. First Aid Kit
2. Cabin Attendant Medical Kit
3. Doctor´s Kit

Inhalt First Aid Kit:
Hansaplast, Verbandspäckchen, Brandwunden-Verbandstücher, sterile Gaze, Elastische Binden, Leukosilk, Klammerpflaster, Sicherheitsnadeln, Verbandsklammern, Dreieckstü-cher, Finger-, Fuß-, Hand- und Kopfverband, Schere, Pinzette, Einmalhandschuhe, Infusi-onslösung, Alkoholtupfer, Braunülen, Butterfly, Infusionsbesteck, Augenspülflüssigkeit, Auxilosan-Spray, Lifeway-Atemspende, Erste-Hilfe-Fibel, Kanülensammelbox, Kodan-Desinfektionsmittel.

Inhalt Cabin Attendant Medical Kit (Langstrecke)
Buscopan, Aspirin, Paracetamol, Vomex A, Nasivinetten, Protagent, Nitrolingual rot, Brand- und Wundgel, Hansaplast, Alkomed Tupfer, Phosphalugel Beutel, Immodium akut Dragees, Nichtraucherkaugummi Nicotinell.
 Inhalt Cabin Attendant Medical Kit (Kurzstrecke)
Brand- und Wundgel, Buscopan, Nitrolingual (First Aid Kit) Aspirin, Nasivinetten, Hansa-plast (Stewardessen Kit).

Inhalt Doctor‘s Kit
Beatmungsbeutel und Klarsichtmaske für Erwachsene, Kinder und Babies, Tubus, Ab-saugpumpe, Suction Booster zum Absaugen großer Festpartikel, Metall-Laryngoskop, Leinentaschen mit Einmalspritzen, Endotrachealtubus aus Clearway mit Ballon, Baby-Tubus mit Anschlussstutzen, Führungsmandrin und Nasopharyngealtubus, Blutdruck-messgerät, Stethoskop, Reflexhammer, Magill-Zange, Einmalhandschuhe, Nadelset, Bla-senkatheter mit Urinbeutel, Absaugkatheter, Klemme nach Pean, Kleiderschere, Einmal-skalpell, Kocherklemme, Thermometer, Stauschlauch, Hartgummikeil, Leukoplast, Alko-holtupfer, Ampullen-Combi-Set aus Kunststoff (orange) zur Aufbewahrung von 68 Ampul-len von einem bis 20 Milliliter sowie Spritzen und Kanülen.

Defibrillator
Lufthansa hat alle Langstreckenflugzeuge außerdem mit Defibrillatoren zur Wieder-belebung ausgestattet. Purser und Purseretten erhalten in einer gesonderten Schu-lungseinheit eine Einweisung zur Bedienung des Geräts.

Rund-um-die-Uhr-Unterstützung vom Boden aus
Zusätzlich kooperiert die Fluggesellschaft mit International SOS, einem spezialisierten Dienstleister, der rund um die Uhr ärztliche Unterstützung gewährleistet.

Michael Lamberty
Deutsche Lufthansa AG
Referent Media Relations
Team Operations Airlines, Netz und Allianzen
FRA CI/P

British Airways - Stellungnahme vom 11.11.04

Medical care in the air
All British Airways cabin crew are trained in advanced first aid and intermediate life support and undergo annual refresher training. The standards required exceed those laid down the regulatory body, the Joint Aviation Authorities (JAA).

Aircraft medical kits
The minimum specification for aircraft medical kits is laid down by the JAA. The British Airways kits contain additional drugs and medical equipment far in excess of the minimum specification, and are recognised world-wide as a benchmark. The kits include drugs which can be administered by cabin crew, as well as drugs and equipment for use by an assisting doctor or nurse.
The content of the kits is regularly reviewed.


Defibrillators
All British Airways aircraft are equipped with Automated External Defibrillators. Every cabin crew member is trained in the use of the defibrillator, following the protocols of the European Resuscitation Council.

MedAire
MedAire Inc, of Phoenix, Arizona, has provided the MedLink telemedicine service for British Airways aircraft since June 1998.
The MedLink service provides direct and immediate contact between the aircraft crew and a physician, knowledgeable about the flight environment and experienced in providing remote medical advice, via satellite telephone or radio 24 hours a day. As well as providing advice on the management of the medical incident, the MedLink staff will assist the Captain in deciding whether to divert and, if so, which of the available diversion airfields has the most appropriate medical facilities. They are also able to make the arrangements for the aircraft to be met by medical services on the ground when it lands.    

Alexander Braun
British Airways Pressestelle Deutschland & Österreich

Hapag-Lloyd - Stellungnahme vom 18.11.04

Cockpit
Hapag-Lloyd Piloten müssen bei der Hapag-Lloyd Flug GmbH viermal im Jahr, zweimal häufiger, als es der Gesetzgeber fordert, ein Trainings- und Testprogramm im Flugsimulator absolvieren. Dabei werden Situationen durchgespielt, die im normalen Streckenbetrieb auftreten können, statistisch aber höchst selten in Erscheinung treten. Dazu gehören unter anderem Triebwerksausfälle vor und nach Erreichen der kritischen Startgeschwindigkeit, Anflug, Durchstarten oder Landung bei schlechten Sichtverhältnissen oder Feuer bzw. Rauch an Bord. Die Simulationen werden lebensecht durchgeführt. Neben Funkkontakten zur Flugsicherung des Flughafens, Gesprächen mit der Hapag-Lloyd Flugleitzentrale in Hannover und Durchsagen an Passagiere und Besatzung werden die Bewegungen des Flugzeugs sowie alle optischen und akustischen Signale im Cockpit dargestellt. Durch die Übungen erhalten die Piloten Routine im Umgang mit Checklisten und bei der Durchführung von Notfallverfahren. Sie gewinnen das notwendige Vertrauen in die eigene Fähigkeit, in diesen schwierigen Flugsituationen zurechtzukommen. In einem tatsächlichen Notfall wird der auftretende Stress verringert, da der Pilot auf bereits eingeübte Verfahren zurückgreifen kann.

Technische Ausstattung
Über die gesetzlichen Auflagen hinaus hat Hapag-Lloyd Flug GmbH in erheblichem Umfang Investitionen getätigt, die das von den Zulassungsbehörden definierte Sicherheitsniveau weiter erhöhen. Das die Maschinen sich technisch immer in einem hervorragenden Zustand befinden, wird durch die eigene Werft in Hannover gewährleistet. Sie gehört zu den modernsten in Europa und verfügt als eines der wenigen deutschen Unternehmen über eine Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA, amerikanisch zugelassene Flugzeuge oder Bauteile instand zu setzen.

Unternehmen
Anti-Kollisionsradar (TCAS): Obgleich vom Gesetzgeber nicht gefordert, hat Hapag-Lloyd Flug GmbH im Gegensatz zu zahlreichen europäischen Fluggesellschaften durch umfangreiche Nachrüstungen die bestehende Flotte mit dieser sicherheitstechnischen Einrichtung ausgestattet, um so eine sichere Flugdurchführung zu gewährleisten. Hapag-Lloyd hat bereits 1996 als erste deutsche Fluggesellschaft alle Flugzeuge mit TCAS ausgerüstet. Permanente Bord-Bodendatenkommunikation (ACARS): Von einer Vielzahl wichtiger Bordsysteme, insbesondere den Triebwerken, werden kontinuierlich Daten an die technische Basis der Hapag-Lloyd Flug GmbH in Hannover übermittelt, und zwar 24 Stunden am Tag von jedem Ort der Erde. Diese Daten werden von hoch qualifizierten Technikern und Ingenieuren laufend überwacht und erlauben frühzeitige Korrekturmaßnahmen, wenn die beobachteten Betriebswerte von den Sollwerten abweichen.

Instandhaltung
Sicherheit ist das oberste Gebot in der Luftfahrt. Bei Hapag-Lloyd Flug wird auf den technischen Zustand der Flotte größter Wert gelegt. Zu diesem Zweck verfügt die Basis in Hannover über ein eigenes Wartungszentrum, welches zu den modernsten in Europa zählt und zu den wenigen europäischen Wartungsbetrieben gehört, die über eine Lizenz der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA verfügen.
Durch das umfangreiche Wartungsprogramm, das neben den Forderungen der Behörden und Hersteller auch eigene betriebliche Erfahrungen berücksichtigt, wird der hohe Qualitätsstandard gewährleistet. Hapag-Lloyd Flug gehört bei der technischen Zuverlässigkeit zu den führenden Airlines weltweit und ist hierfür bereits von Airbus Industrie ausgezeichnet worden. Die Wartung und Instandhaltung der modernen Flotte wird überwiegend auf der Heimatbasis in Hannover von qualifizierten Technikern und Ingenieuren durchgeführt. Diese reichen vom Transit-Check, der nach jedem Flug erfolgt, bis hin zum C-Check, bei dem einmal im Jahr alle wichtigen Systeme umfangreichen Zustands- und Funktionstests unterzogen werden. Hierzu steht den Fachleuten neben der guten Ausstattung der Hallen mit Werkzeugen und speziell eingerichteten Stellplätzen auch ein Lager mit ca. 35 000 verschieden Originalersatzteilen im Wert von annähernd 75 Millionen Euro zur Verfügung. Nach etwa acht Jahren wird die Struktur genauestens inspiziert und jedes Einzelteil auf Funktion und Zustand überprüft. Dazu wird das Flugzeug nahezu komplett zerlegt. Nach diesem D-Check, der mindestens drei Wochen dauert, sind die Flugzeuge wieder in einem technisch neuwertigen Zustand. Man spricht dabei vom "zweiten Leben" des Flugzeuges. Die Durchführung dieser größten und teuersten Instandhaltungsereignisse erfolgt bei renommierten europäischen luftfahrttechnischen Betrieben, die auf derartige Arbeiten spezialisiert sind.
Die Reparatur, Modifikation und Überholung von Systemen (Triebwerken, Fahrwerken, etc.) und Komponenten (Computer, Steuerungsventile, Pumpen, etc.) werden von Hapag-Lloyd Flug ausschließlich an renommierte Überholungsbetriebe (DLH, MTU) bzw. an die Originalhersteller vergeben.
Hapag-Lloyd Flug wurde als eine der ersten Fluggesellschaften nach DIN ISO 9002 zertifiziert. Damit setzt das Unternehmen erneut Maßstäbe im Bereich der Ferienflieger.

Ersatzteile
Hapag-Lloyd Flug kauft ausschließlich bei Originalherstellern gemäß "Supplier Product Support Material Manuel" der Flugzeughersteller Boeing und Airbus, bzw. der Triebwerkhersteller General Electric (dem weltweit größten Triebwerkhersteller) und CFMI. Ersatzteile werden nur über anerkannte Lieferanten bezogen. Der Nachweis der Bezugsquellen, die Rückverfolgung der Produkte und die Echtheit der Dokumentation sind Voraussetzung. Seit mehr als zwei Jahrzehnten kauft Hapag-Lloyd ausschließlich Neuflugzeuge vom Hersteller und schließt dadurch das Risiko von in Flugzeuge eingebaute, nicht vom Hersteller zugelassene Bauteile aus. Zur Kontrolle der Ersatzteile
ist Hapag-Lloyd Flug an eine weltweite Datenbank angeschlossen, die über gestohlene Flugzeugteile Auskunft gibt.

Kabinenpersonal
Jedes Mitglied der Kabinencrew erhält natürlich schon im Grundkurs eine ausführliche Ausbildung in Flight-Safety (Flugsicherheit). Dieses Flight-Safety-Training wird in speziellen Training-Centern durchgeführt, die über Flugzeugattrappen verfügen, um eine reale Flugsituation herzustellen.
Dort werden verschiedene Situationen durchgespielt, die zu einer Notlage an Bord führen können, und wie man ihnen entgegenwirkt, um letztendlich die Sicherheit der Gäste wiederherzustellen.
Über jedes einzelne Flugzeugmuster werden die Kenntnisse zusätzlich über Tests hinterfragt.
Alle Kabinen-Crewmitglieder nehmen zudem an einem ausführlichen Erste-Hilfe-Programm teil, das nicht mit dem Grundprogramm wie in Fahrschulen z.B. zu vergleichen wäre.
Dieses First-Aid-Training umfasst zu den Grundkenntnissen der Ersten-Hilfe zudem die Anwendung des Defibrillators zur Wiederbelebung von Personen, wie auch flugspezifische oder auch andere gesundheitliche Notfälle, die teilweise bei uns wie auch bei anderen Fluggesellschaften schon aufgetreten sind. Hierbei werden alle Arzneimittel durchgesprochen, die sich an Bord befinden. Auch diese Trainigseinheit endet mit einem schriftlichen Test.

Tanja Kraus
Presse-Assistenz
Konzern-Kommunikation
TUI AG

Hapag-Lloyd-Express - Stellungnahme vom 17.12.04

"Bei HLX werden die Flugbegleiter im Rahmen des sechswöchigen Grundkurses naürlich auch in einem dreitägigen Erste Hilfekurs auf mögliche Notfälle an Bord ausgebildet. Diese Schulung wird einmal pro Jahr wiederholt.

An Bord steht ein Doctors-Kit, welches nur von Ärzten benutzt werden darf, sowie ein Medi-Kit ( Erste Hilfe Koffer mit Medikamenten) für den Gebrauch durch Flugbegleiter zur Verfügung.

Defibrilatoren sind bei HLX nicht vorhanden, da wir aufgrund der kurzen Flugstrecken innerhalb Europas( im Durchschnitt 1,5 Stunden) in Notfällen relativ schnell auf Ausweich-Flugplätzen zwischenlanden können."

Herbert Euler
Pressesprecher
Hapag-Llyod Express